Die Trainer erwarten heute ein packendes Pokalfinale

3. Oktober 2018

Fußball: Verlautenheide und Eicherscheid treffen im Endspiel in Haaren aufeinander. Hahn und Raspo Brand spielen um Platz drei.

Aachen Die Favoritenrolle nimmt Dennis Buchholz nicht an. Der Trainer des Fußball-Landesligisten Eintracht Verlautenheide unterstreicht vor dem Kreispokal-Endspiel am heutigen Mittwoch (17 Uhr) in Haaren gegen Bezirksligist Gemania Eicherscheid: „Das ist ein klassisches Finale. Da sehe ich keine Mannschaft im Vorteil. So werden wir das Spiel auch angehen.“ Für Germania-Coach Marco Kraß ist die Rollenverteilung hingegen eindeutig: „Verlautenheide spielt eine Klasse höher und ist der klare Favorit.“

Eines steht jedenfalls fest: Beide Teams konnten bislang in der Saison überzeugen. Die Eintracht bekleidet nach drei Siegen, einem Unentschieden und zwei Niederlagen als Aufsteiger einen beachtlichen sechsten Tabellenplatz in der Landesliga. Die bis dato ungeschlagenen Eicherscheider haben als Vierter Tuchfühlung zur Tabellenspitze in der Bezirksliga. So spielen sich die beiden Trainer vor der Partie die Bälle zu. Buchholz sagt: „Die Eicherscheider haben drei, vier sehr starke Spieler in ihren Reihen. Insgesamt verfügen sie über ein gutes Kollektiv.“ Kraß zollt der Eintracht ebenfalls viel Respekt: „Verlautenheide hat vor der Saison personell gut nachgerüstet. Die Mannschaft ist sehr gut aufgestellt und durch die Aufstiegseuphorie noch beflügelt. Wir treffen auf eine homogene und leistungsstarke Mannschaft.“

Die Wichtigkeit der Begegnung unterstreichen beide Trainer unisono. „Wir haben uns noch nie für den Mittelrheinpokal qualifizieren können, daher haben wir auch noch nie im Finale gestanden. Das ist schon ein enorm wichtiges Spiel für den Verein“, räumt Buchholz ein. Sein Gegenüber will mit seinem Team nun endlich den Pokal in die Höhe recken, nachdem er – damals noch als Germania-Kapitän – in der Saison 2015/16 im Finale gegen den FC Roetgen mit 1:3 den Kürzeren gezogen hatte.

Letztes Ticket für den FVM-Pokal

Das Spiel um Platz drei, welches bereits um 14 Uhr auf der Platzanlage an der Neuköllner Straße angepfiffen wird, ist nicht minder bedeutsam. Nur der Sieger der Partie Inde Hahn gegen Raspo Brand qualifiziert sich neben den beiden Finalisten für den FVM-Pokal. „Sollten wir, wie im vergangenen Jahr, Dritter werden, dann hätte sich der Aufwand im Pokal rentiert“, sagt Hahn-Coach André Winkhold. Nach einem schwachen Saisonstart mit drei Niederlagen in Folge hat der Landesligist zuletzt in die Spur zurückgefunden und drei Siege am Stück eingefahren. „Wir haben uns zu Beginn ein paar blaue Augen abgeholt. Die Jungs scheinen aber daraus gelernt zu haben“, ist Winkhold überzeugt. „Raspo ist gut in die Saison reingekommen. Ich erwarte ein interessantes und ausgeglichenes Spiel.“

Brands Trainer Dirk Braunleder führt nach fünf Siegen aus sechs Spielen die Tabelle in der Bezirksliga 4 an. „Die Jungs freuen sich riesig auf die Partie. Wir wollen uns unbedingt für den Mittelrheinpokal qualifizieren.“ Der Coach baut dabei auf die Unterstützung der Raspo-Fans. „Die zweite und dritte Mannschaft hat ihr Kommen zugesagt. Es werden viele Anhänger den Weg nach Haaren finden“, fiebert Braunleder dem Duell entgegen. (lb) Bericht AN