Haaren erwartet Eicherscheid.

17. März 2022

Aachen In der Hinrunde reichte es bei Germania Eicherscheid nur zu einem 1:1 für die DJK FV Haaren. Aber was heißt eigentlich „nur“? Fürs Rückrundenspiel in der Fußball-Bezirksliga möchten die Jungs von Trainer Jürgen Lipka gern noch eine Schippe drauftun und die Punkte komplett mitnehmen. Drei Mal in zehn Tagen wird der Tabellenzweite Raspo Brand gefordert. Nach der Absage des Haaren-Spiels am Donnerstag steigen die Männer um Trainer Daniel Formberg am Sonntag mit dem Heimspiel gegen den VfR Würselen in das Fußballjahr 2022 ein.

Vielleicht noch Dritter werden

Zwei „machbare“ Gegner und dann, am Monatsende, hinüber zur Brander Elite: Wie ist das für Haaren einzuschätzen? Jürgen Lipka möchte noch nicht so weit vorausschauen. Er sagt vielmehr mit halb diplomatischem Zungenschlag: „Vielleicht können wir ja noch Dritter in der Endabrechnung werden.“ Auf diesem Weg hat man sich erst einmal vorgenommen, die kampfstarken Germanen aus Eicherscheid zu besiegen. Sie werden am Sonntag in Haaren vorstellig, bevor es dann am darauffolgenden Spieltag erneut eine Heimaufgabe mit der Partie gegen Viktoria Waldenrath-Straeten zu bewältigen gibt.

Mit dem 1. FC Heinsberg-Lieck hatten Lipkas Männer zuletzt einen starken Gast aus dem Weg geräumt. Das war schon eine anspruchsvolle Aufgabe, denn die Vorbereitung war „ziemlich holprig“, gab der Coach angesichts von insgesamt acht Verletzten zu bedenken. Hinzu kam, dass man noch kurzfristig zwei weitere Spieler mit Corona-Erkrankungen ersetzen musste. Bis zum 3:0 lief es prächtig für die Gastgeber. In der letzten halben Stunde schlichen sich aber (konditionsbedingt) Abwehrfehler ein. Lipka: „Wir waren nach hinten etwas indisponiert.“

Das muss gegen Eicherscheid natürlich abgestellt werden. „Die beiden US-Boys sind gut eingeschlagen“, hat der Coach Detail-Infos zum Germanen-Erfolg über den FC Roetgen. Eicherscheid wird mit einem zusätzlichen Hochgefühl aus dem Derbysieg nach Aachen anreisen.

„Wir sind heilfroh, dass es endlich losgeht“: Raspo Brand musste sich weitere 14 Tage gedulden, bis der erste Anpfiff um Punkte im neuen Jahr erfolgt. Corona schlug auch bei den Rasensportlern durch. „Es flaut aber offenbar ab“, sagt Daniel Formberg. Die Vorbereitung bewertete der Coach als „okay“. Es werde allerdings noch ein bisschen dauern, „bis wir die coronabedingten Einschränkungen aufgearbeitet haben“.

Sein Team steht „am Sonntag vor einem Kaltstart“. Zu Wochenbeginn hatte Raspo verletzungs- und krankheitsbedingt nur 13, 14 Leute im Training. Vor dem Hintergrund ist Formberg froh, wenn es nicht noch weniger werden. Was er zuletzt in Würselen vom VfR gegen Jugendsport Wenau gesehen hat, lässt ihn zu dem Urteil kommen: „Die Mannschaft meines Kollegen Sanjin Talic ist gut in Schuss.“ Diesen Schritt nach vorn verbindet der Brander Chef auch mit dem neuen Trainer des VfR.

Das Hinspiel gewannen die Brander an der Krottstraße mit 4:1. „Ich glaube nicht, dass irgendeiner bei uns den VfR unterschätzen wird“, ist sich Formberg sicher. Den Sprung ins kalte Wasser am kommenden Sonntag nimmt der Coach ganz gelassen auf. „Dann müssen wir mal sehen, wie schnell wir schwimmen können.“ (mali)

Bericht AN