„Sehr hohes Verletzungspotenzial“

17. März 2022

Warum DJK FV Haaren III den Fußballplatz bei Rhenania Eschweiler schnell verließ.

Eschweiler/Aachen Die Kreisliga-C-Partie zwischen den Kickern von Rhenania Eschweiler und der dritten Mannschaft der DJK FV Haaren verlief kurz und (zum Glück) schmerzlos. Nach einigen Irrungen und Wirrungen, ob der Austragungsort der Aschen- oder der Rasenplatz des Eschweiler Waldstadions sein soll, pfiff Schiedsrichter Fabian Wiemers das Spiel schließlich auf Rasen an (wir berichteten). Gegen den ausdrücklichen Willen der Gäste aus Haaren, die den Platz für unbespielbar hielten, den Ball deshalb vom Anstoß weg den Rhenanen zuspielten, die mit ihrem ersten Angriff ohne Gegenwehr das 1:0 erzielten.

Schiri vorab informiert

Während die Gastgeber dem Führungstor entgegenstrebten, verließen die FV‘ler bereits den Platz. „Daraufhin brach der von uns vorab informierte Schiedsrichter folgerichtig das Spiel ab“, erklärt Dirk Rütgers, Trainer der DJK FV Haaren III, der weitere Anmerkungen zu den Geschehnissen hat. „Im Vorfeld hatten die Verantwortlichen der Rhenania den Wunsch geäußert, das Spiel von 15 Uhr auf 11 Uhr vorzuverlegen. Dieser Bitte haben wir aus Gründen der Fairness selbstverständlich gerne entsprochen“, so der Coach. Bei der Ankunft am Eschweiler Waldstadion am Sonntagmorgen sei der Rasenplatz dann als gesperrt deklariert und das gleichlautende Schild deutlich sichtbar gewesen.

Dirk Rütgers

Dirk Rürgers

„Der Platz war nicht markiert, die Tore waren nicht installiert“, berichtet Dirk Rütgers. Der Verlegung des Spiels auf den Aschenplatz seitens der Rhenanen standen die Haarener dann mit Skepsis gegenüber, da die Begegnung ursprünglich auf Rasen angesetzt gewesen sei. „Die Information, dass auf Asche gespielt werden soll, wurde uns im Vorfeld leider nicht mitgeteilt. Der Samstag hätte ja gereicht“, merkt der Trainer an, dass auch ein relativ kurzfristiger Hinweis hilfreich gewesen wäre.

Letztlich spielte dies aber keine Rolle, da der Unparteiische den Aschenplatz aufgrund von Eisflächen für nicht bespielbar erklärte. „Eine absolut richtige Entscheidung“, pflichten die Haarener bei. Dann sei den Verantwortlichen der Rhenania plötzlich die Idee gekommen, doch den Rasen herzurichten und zuvor das Schild „Rasen gesperrt“ zu entfernen. Es folgte die Prüfung und die Freigabe des Platzes durch Schiedsrichter Fabian Wiemers.

„Für uns als ,Team Haaren‘ vollkommen unverständlich, da der Platz ein sehr hohes Verletzungspotenzial für alle Spieler und den Schiedsrichter aufwies“, verteidigt der Übungsleiter den Entschluss, zu Spielbeginn zwar auf dem Platz zu stehen, diesen aber unmittelbar nach dem Anpfiff wieder zu verlassen. „So zu handeln stand vor dem Anpfiff fest und wurde gegenüber dem Schiedsrichter kommuniziert. Aus unserer Sicht waren beide Plätze am Sonntagvormittag nicht bespielbar. Unser Ziel war es und wird es auch weiterhin bleiben, die Gesundheit aller 22 Spieler plus Schiedsrichter und Ersatzspieler nicht zu gefährden. Wir brauchen jeden Punkt. Aber die Gesundheit geht vor“, so das Fazit des Trainers.