Starke Vorstellung der 1. Mannschaft beim „Sparkassen – Hallencup“

5. Januar 2020

Eine starke Leistung zeigte unsere 1. Mannschaft beim „Sparkassen – Hallencup“. Erstmals in der Vereinsgeschichte konnte eine 1. Mannschaft des DJK FV Haaren die Vorrunde gewinnen. In einem schnellen, torreichen Finale unterlag man, nach großem Kampf, dem Mittelrheinligisten VfL Vichttal mit 4:7 . Die Haarener Fans waren begeistert über die Einstellung ihrer Mannschaft!

Fast wäre Vichttal zu früh abgereist

Mit zwei Remis erreicht der Mittelrheinligist das Vorrundenfinale und gewinnt 7:4 gegen Bezirksligist DJK FV Haaren

Aachen Das vierte Endrunden-Ticket ist vergeben: Nach den drei Mittelrheinligisten 1. FC Düren, FC Wegberg-Beeck und Viktoria Arnoldsweiler wird am Samstag ab 14.30 Uhr auch der VfL Vichttal dabei sein. Der Fußball-Mittelrheinligist gewann das erste Aachener Vorrundenfinale gestern Abend mit 7:4 gegen gegen den Bezirksligisten DJK FV Haaren, die sich Hoffnungen machen darf, als bester Zweiter der Aachener Vorrunde dabei zu sein. „Haaren hatte gerade noch gespielt, das war ein immenser Vorteil für uns“, sagte VfL-Coach Andi Avramovic und fügte hinzu. „Wer 19 Tore schießt, hat es vielleicht auf verdient weiterzukommen. . . .“

Denn die Vorrunde hatte mit einem Paukenschlag begonnen: Gleich zwölf Treffer sahen die Zuschauer in der gut besuchten Halle Neuköllner Straße in der Auftaktpartie der Gruppe E  zwischen Vichttal und dem Landesligisten Eintracht Verlautenheide. 6:6 endete die umkämpfte Partie, wobei Eintracht-Akteur Jonathan Diki 13 Sekunden vor Schluss eine Chance auf den Siegtreffer hatte, diese aber vergab. „Ich habe mir schon gedacht, dass es Spiele mit vielen Treffer werden würden – auf beiden Seiten“, sagte  Avramovic, der es seinen Akteuren freigestellt hatte, ob sie am Hallenturnier teilnehmen wollten. Acht sagten zu – alle eher offensiv unterwegs, so dass Vichttal in der Defensive einige Probleme bekam. „Es war ein guter Auftakt, jedes Team hat acht starke Jungs im Kader“, so der Coach nach dem rassigen Spiel.

Da es keinen Verlierer gab, musste das Los entscheiden. Und so musste Vichttal im nächsten Gruppenspiel gegen Bezirksligist Concordia Oidtweiler ran. Das schien eine klare Angelegenheit zu werden, 4:1 führte der Mittelrheinligist zur Pause. Doch es kam anders: Nach einer Zwei-Minuten-Strafe verlor der VfL in Unterzahl etwas den Faden, Oidtweiler holte auf, und fünf Minuten vor Schluss egalisierte Thomas Weber zum 5:5. Beide Teams kämpften nun mit offenem Visier, doch der Mittelrheinligist vergab einige gute Chancen. So endete auch dieses Spiel remis. „Wenn der Schiedsrichter mitspielt. . . .“, ärgerte sich Avramovic vor allem über die Zeitstrafe. „Aber wir haben auch einige individuelle Fehler gemacht. Wenn man das ganze Turnier nicht einmal in Rückstand gerät, dann muss man wenigstens ein Spiel gewinnen“, so Avramovic.

Damit gerechnet hatte er nicht mehr – und dann stand der VfL Vichttal doch noch im Vorrundenfinale. Denn auch die dritte Partie endete Remis: Oidtweiler und Verlautenheide trennten sich 2:2, wobei vor allem die zweite Hälfte hart umkämpft war. „Wir sind nicht gut gestartet, haben aber nach hinten raus gegen Vichttal gut agiert“, zog Oidtweilers Coach Besnik Sabani (siehe auch: Mit kampfbetonten…) Bilanz. „Im zweiten Spiel haben wir gut agiert, aber am Ende zu viele Fehler gemacht.“ Mit zwei Punkten und je 8:8-Toren war für Oidtweiler und Verlautenheide Ende – Vichttal hatte zwei Zähler und 12:12-Treffer vorzuweisen. „Unser erstes Spiel gegen den VfL war in Ordnung, aber gegen Oidtweiler haben wir schlecht gespielt, vor allem haben wir zwei Überzahlsituationen nicht genutzt“, bedauerte Oliver Weitz, Co-Spielertrainer der Eintracht.

Torreich begann auch die Vorrunde der Gruppe F: Mittelrheinligist SV Eilendorf ließ dem starken Bezirksliga-Aufsteiger SG Stolberg keine Chance, siegte mit 8:2. „Im ersten Spiel waren wir noch nicht da“, sagte Oliver Heinrichs (siehe auch: Die SG Stolberg…), dessen SG Stolberg sich in Spiel zwei rehabilitieren wollte. „Durch leichtfertige Fehler haben wir die Führung aus der Hand gegeben.“ Mit 6:4 setzte sich Bezirksligist DJK FV Haaren durch.

Und so musste die Entscheidung um den Vorrundenfinaleinzug im letzten Spiel fallen: Der SV Eilendorf war favorisiert, doch die Haarener hatten Blut geleckt. Der Bezirksligist, Ausrichter der drei Fußball-Runden in der Halle Neuköllner Straße, steckte nicht auf, angefeuert von den Zuschauern. 2:1 führte der Underdog, Eilendorf glich aus – und dann erzielte Lukas Kröppel in der Schlusssekunde noch den Treffer zum 3:2. Die Halle wurde zum Tollhaus – erstmals in der Geschichte des Sparkassen-Hallencups zog die DJK FV Haaren in das Vorrundenfinale ein.

Daniel Krümberg strahlte nach dem Finaleinzug: „In unserem ersten Spiel hat man gemerkt, dass Stolberg schon ein Spiel hinter sich hatte. Wir haben Zeit gebraucht, um reinzukommen, zumal die Jungs in der Formation noch nie zusammengespielt haben“, so Haarens Coach, der sein Team gut auf den SVE eingestellt hatte. „Wir wissen, dass die Eilendorfer Jungs schnell und technisch versiert sind und dass es wichtig war, taktisch diszipliniert zu spielen. Das hat meine Mannschaft gut gemacht.“

Auch Eilendorf hatte etwas Zeit gebraucht, um in die erste Partie gegen Stolberg zu finden, nach hinten heraus aber souverän agiert. „Da haben wir sehr effektiv gespielt, haben wenig zugelassen“, war SVE-Co-Trainer Carsten Wissing zufrieden. „Auch in der zweiten Partie haben wir defensiv ordentlich gut agiert, waren nach vorne aber nicht so zwingend. Und der Gegentreffer in der Schlusssekunde war unglücklich.“ Und ein Glück für Haaren.