Aachen „Wir haben Respekt vor dem Gegner, wollen das Finale aber auf jeden Fall gewinnen.“ Gökhan Demirci redet nicht um den heißen Brei herum, wohl wissend, dass die Fußballerinnen des Mittelrheinligisten Alemannia Aachen am Montag, 13 Uhr, in Haaren favorisiert ins Finale des Kreispokals gegen Landesligist TV Konzen gehen.
„Der Pokal ist wichtig für uns, auch wenn wir bereits für den FVM-Pokal qualifiziert sind“, unterstreicht Demirci, der den Regionalliga-Absteiger im Sommer als Trainer übernommen hatte. Aktuell belegen die Aachenerinnen Platz vier in der Liga – Konzen ist in seiner Spielklasse ebenfalls Vierter.
Dass der Gegner klassentiefer agiert, wird die Alemannia-Frauen nicht zu Überheblichkeit verführen. „Konzen hat eine sehr gute, sehr disziplinierte Mannschaft, die auch als Team auftritt. Das macht ihre Stärke aus“, weiß Demirci und fordert: „Wir müssen die Aufgabe sehr konzentriert angehen, um den Sieg einzufahren.“ Dabei muss der Alemannia-Coach wohl „Anleihen“ aus der zweiten Mannschaft machen, die er vergangene Saison trainiert hatte und die als Zwangsabsteiger in die Landesliga runter musste.
Mit Aachens Reserve hat Konzen schon Bekanntschaft gemacht: 7:3 setzte sich das Team aus der Eifel in der Liga durch. „Doch das Pokalfinale gegen die erste Mannschaft wird eine ganz andere Partie“, erwartet Thomas Kreutz keine Parallelen. Konzens Coach muss wohl seinerseits Spielerinnen aus der zweiten Mannschaft mitbringen, da auch sein Personal knapp sein dürfte. „Ich hoffe, dass sich noch einige Akteurinnen fit zurückmelden“, sah Kreutz unter der Woche nur wenige seiner Schützlinge beim Training. „Die Alemannia geht als Favorit in dieses Finale. Aber wir wissen, was wir können, wenn wir konzentriert spielen“, klingt eine gute Portion berechtigtes Selbstbewusstsein heraus. „Wir haben auf jeden Fall eine Chance.“ Zuletzt hatte Konzen 2020 im Finale (gegen Bergrath) gestanden, jedoch war die Saison am Tag zuvor wegen der Corona-Pandemie abgebrochen worden. (rau)
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