Abschied von einer Vereinslegende
In der Nacht vom 27. auf den 28. August 2026 verstarb Heinz Senz im Alter von 80 Jahren. Sein Tod kam für uns alle überraschend, denn bis kurz zuvor war er für sein Alter noch bemerkenswert fit.
Mit Heinz verlieren wir einen der herausragendsten Spieler unserer Vereinsgeschichte – und einen Menschen, der unseren Verein über Jahrzehnte geprägt hat.
Heinz wurde 1946 in Alsdorf geboren, der Heimat vieler großer Fußballtalente aus der Städteregion. Gemeinsam mit seiner Schwester verbrachte er seine Kindheit in Begau und Mariadorf.
Seine Fußballlaufbahn begann er beim damaligen Bezirksligisten Grün-Weiß Broichweiden. Dort gelang ihm auf Anhieb der Sprung in die erste Mannschaft. Lange blieb er jedoch nicht: Seine große Liebe Finni (Josephine) Kalz führte ihn nach Haaren. Sie stammte aus einer Familie, die dem damaligen FV Haaren eng verbunden war.
1964 wechselte Heinz zum Bezirksligisten FV Haaren. Dass sich dieser Wechsel als großer Glücksgriff erweisen würde, konnte damals noch niemand ahnen. Heinz wurde sofort Stammspieler und entwickelte sich schnell zum Publikumsliebling.
Seine Schnelligkeit, Dribbelstärke und Torgefahr sprachen sich rasch herum. Angebote anderer Vereine ließen nicht lange auf sich warten. Mehrfach absolvierte Heinz ein Probetraining bei Alemannia Aachen. Dennoch blieb er Haaren treu – vermutlich, weil ihm die Geborgenheit des vertrauten Umfelds besonders wichtig war.
Über 19 Jahre war Heinz ununterbrochen Stammspieler der ersten Mannschaft. Als er 1983 seine aktive Laufbahn beendete, konnte er auf beeindruckende Zahlen zurückblicken:
- 678 Spiele für den Verein
- 187 Tore
- Kein einziger Platzverweis
Seine Gegenspieler brachte er mit seiner Dynamik nicht selten an ihre körperlichen Grenzen. Mit 678 Einsätzen hat Heinz einen Vereinsrekord aufgestellt, der vermutlich für die Ewigkeit Bestand haben wird.
Mit 20 Jahren heiratete Heinz seine große Liebe Finni, die Gemeinsam bekamen sie zwei Kinder: Sohn Ralf und Tochter Michaela. Heinz war ein ausgesprochener Familienmensch.
Neben dem Fußball liebte er die Berge, Western mit John Wayne, die deutsche Küche und vor allem das Tanzen mit seiner Frau. Beruflich war Heinz gelernter Schlosser. Zunächst arbeitete er bei der Firma Kinon, später bei der Firma Dubois – beide Arbeitsstätten lagen nur etwa zehn Minuten von seiner Wohnung entfernt.
Rauchen und Alkohol waren für ihn tabu. Diese disziplinierte Lebensweise war sicherlich ein Grund dafür, dass er über so viele Jahre hinweg auf höchstem Vereinsniveau spielen konnte.
Auch nach dem Ende seiner Spielerkarriere blieb Heinz dem Verein verbunden. Er trainierte Jugendmannschaften und übernahm 1997 für kurze Zeit als Interimstrainer die erste Mannschaft. Disziplin und Kondition standen für ihn dabei stets an erster Stelle.
Bei den früheren Oldie-Treffen war Heinz ein gern gesehener Gast. Bis zuletzt verfolgte er interessiert das Geschehen beim DJK FV Haaren und im Fußball allgemein, auch wenn er sich mit manchen Entwicklungen im Amateurfußball nicht mehr recht anfreunden konnte.
Mit Heinz hat der DJK FV Haaren nicht nur einen hervorragenden Fußballspieler verloren, sondern auch einen liebenswerten, ehrlichen und verlässlichen Menschen.
Ich persönlich habe mit Heinz so manche „Schlacht“ auf dem Fußballplatz geschlagen und viele unvergessliche Stunden mit ihm verbracht und gelacht. Sein Tod schmerzt mich sehr.
Nun hat Heinz das Spielfeld für immer verlassen. In unserer Erinnerung wird er jedoch weiterleben – als Freund, Vereinslegende und außergewöhnlicher Mensch. Und vielleicht spielt er dort oben nun sogar die Engel schwindelig.
Mach es gut, mein Freund!
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